Die Schulden machen mich fertig: Geldsorgen und Gesundheit

28.04.2018

In unserer konsumorientierten Welt lauern unendlich viele Möglichkeiten, nicht vorhandenes Geld auszugeben, an jeder Ecke. Handel und Hersteller bieten Finanzierungen, Kredite und Ratenzahlungen an, deren Rückzahlung zuerst einmal machbar erscheint.

Marketing und Werbung fördern die Einstellung, Modernes, Neues und Trendiges sofort besitzen zu müssen. Neben diesen Versuchungen führen auch andere Umstände zu Schulden, z.B. wenn das Gehalt bzw. der Lohn die Lebenshaltungskosten nicht vollständig deckt.

Jobverlust und Krankheit erzeugen große Löcher in Ihrem Budget. Ständige Kostensteigerungen für Energie, Wohnen und die Grundbedürfnisse „fressen“ immer mehr Ihres verfügbaren Geldes.

Wenn man in die Schuldenspirale gerät …

Eine besondere Gemeinheit bei Verschuldung besteht in der automatisch und dynamisch entstehenden Spirale. Zahlungsverzug kostet Gebühren und Zinsen. Versorger berechnen horrende Gebühren, um blockierten Strom oder abgestelltes Wasser wieder zugänglich zu machen.

Geldknappheit und offenen Rechnungen summieren sich schnell und erreichen einen Umfang, der einem über den Kopf wachsen kann. Existenzielle Bedürfnisse wie Essen, Wohnen und Schlafen werden bedroht. Schulden wirken sich zunehmend auf das alltägliche Leben aus.

Die Ausweglosigkeit und Sorgen beeinträchtigen Ihren Schlaf und Gemütszustand. Viele Schuldner stehen ständig unter „Strom“. Der permanente Stresszustand führt zu Appetitlosigkeit, Nervenanspannung und Versuchen der Verdrängung.

Nicht Wenige greifen dann zu Alkohol, Drogen oder Medikamente, um wenigstens einige Stunden Erholung vom Gedankenkarussell zu haben.

Akute und direkte körperliche Krankheitsbilder

Geldsorgen können Schuldner psychisch und physisch angreifen. Die Trennung der Auswirkungen und Symptome ist nur schwer möglich. Klassische körperliche Krankheitsbilder sind Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen.

Andere Beeinträchtigungen hängen von der jeweiligen körperlichen Konstitution und der individuellen Veranlagung ab. Weit verbreitet sind Bauch- und Magenschmerzen und Störungen bei der Verdauung. Wenn „Ärger auf den Magen schlägt“, können sich auf Dauer aus physiologischen Störungen Magengeschwüre entwickeln.

Vorerst temporäre Kopfschmerzen können chronische Züge entwickeln. Der permanente Stresszustand senkt die allgemeine Widerstandskraft Ihres Immunsystems. Keime und Krankheitserreger aller Art haben es einfacher, einen Infekt auszulösen.

Indirekte Auswirkungen und chronische Veränderungen

Neben direkten und unmittelbaren Beschwerden sind auch verstecktere Auswirkungen häufig anzutreffen. Angst und Traurigkeit führen zu Gestik und Mimik, die auf das Aussehen und den Bewegungsapparat Einfluss haben.

Heruntergezogene Mundwinkel manifestieren einen faltigen und unglücklichen Gesichtsausdruck. Aufgequollene Tränensäcke und Sorgenfalten beschleunigen den Alterungsprozess. Hervorgerufen oder beschleunigt werden Symptome dieser Art, wenn Sie an der ausgewogenen und gesunden Ernährung sparen (müssen).

Andere Wege des „Vergessens“ wie überhöhter Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten schaden dem Körper zusätzlich. Zu der ursächlichen Schuldenspirale kommt eine körperliche Verfallsspirale. Auch das Thema Suchterkrankung kann eine Rolle spielen.

Seelische Beeinträchtigungen durch Schulden

Körperliche Beschwerden drücken meist die seelische Belastung aus, die wegen hoher Schulden auf dem Schuldner lastet. Schlechte Stimmung bis hin zu Angstzuständen kann sich im Alltag immer stärker ausbreiten.

Emotional besteht die Gefahr abzustumpfen, da eine Art „Gefühlsfilter“ über das Leben gestülpt wird. In diesem Kreislauf ist der Weg in eine depressive Erkrankung vorgezeichnet. Gedanken und Unterbewusstsein „färben“ die Wahrnehmung der Welt in trübe Farben.

Albträume verhindern den erholsamen Schlaf und verstärken den dauernden Stresszustand. Je nach Typ und Zustand führen Geldsorgen zu psychotischen Zuständen. Die Kraft der menschlichen Gedanken ist so enorm, dass emotionaler Stress bis zu Herzrhythmusstörungen, Infarkt und Hirnschlag führen kann.

Einflüsse und Konsequenzen durch das Umfeld

Neben den direkt auf die psychische und physische Gesundheit einwirkenden Faktoren entstehen zusätzliche Belastungen in der Lebensführung. Durch das Stigmatisieren von Schuldnern entsteht oft eine „Geheimniskrämerei“.

Die aus finanziellen Gründen nur einschränkt mögliche Teilnahme am gesellschaftlichen und sozialen Leben wird auf andere Ursachen geschoben. Wenn Sie häufiger absagen, weil Sie „keine Lust haben“, ändern und können sich die Beziehungen zu anderen Menschen verschlechtern.

Nicht „unterkriegen“ lassen!

Studien und Untersuchungen von Wissenschaftlern und Wohlfahrtsverbänden weisen den direkten Zusammenhang von Überschuldung und Gesundheit regelmäßig nach. Die Situation aktiv zu verbessern, ist immer auch eine Entscheidung für eine bessere Gesundheit.

Das private Insolvenzverfahren ist eine gute Möglichkeit, auch horrende Schuldenberge in einem überschaubaren Zeitrahmen loszuwerden. Der Weg der Konsolidierung dauert einige Jahre. Entscheidend ist allerdings, dass man sich eine positive Perspektive schafft – finanziell und gesundheitlich.

Bevor man den Weg in die Privatinsolvenz wählt, sollte bzw. muss es einen Versuch geben, sich mit den Gläubigern zu einigen. Hat man bei diesem außergerichtlichen Vergleich einen professionellen und seriösen Schuldnerberater an der Seite, der über die Höhe der Rückzahlungen hart verhandelt, kann der Weg aus den Schulden deutlich schneller verlaufen.

Schuldner sollten sich nicht „unterkriegen“ lassen oder um es mit den Worten von Lothar Matthäus zu sagen: Bitte nicht den Sand in den Kopf stecken!

 

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