Daran erkennen Sie einen seriösen Schuldenberater

31.07.2017

Der Begriff “Schuldenberatung” ist nicht geschützt und kann daher von jedem verwendet werden. Wer in die Schuldenfalle geraten ist, benötigt meist fachliche Unterstützung, um mit seinen Gläubigern eine Einigung zu erzielen. Viele Beratungsstellen der Kommunen, Wohlfahrtsverbände oder Verbraucherzentralen haben jedoch eine lange Warteliste.

Schuldner suchen daher meist Hilfe bei einer gewerblichen Schuldenberatung und können dabei schnell Gefahr laufen, an einen unseriösen Schuldenberater zu geraten. Die nachstehenden Merkmale können eine Hilfestellung bieten, um dieses zu vermeiden:

1. Nachweis der staatlichen Anerkennung

Eine seriöse Schuldenberatung ist behördlich anerkannt und kann die Zulassung als Schuldnerberatungsstelle belegen. Dadurch ist sie in der Lage, eine offizielle Bescheinigung gemäß § 305 InsO auszustellen, die erforderlich ist, um ein Insolvenzverfahren eröffnen zu können.

Auch ein auf Insolvenzrecht spezialisierter Rechtsanwalt mit langjähriger Berufserfahrung kann den Schuldner wirkungsvoll bei seinen Bemühungen unterstützen. Denn juristische Spezialfragen, z. B. ob eine Gläubigerforderung zur Recht besteht, kann er klären.

2. Keine Zusammenarbeit mit Dritten

Die Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt weist auf eine unseriöse Schuldenberatung hin, weil sie selbst keine Bescheinigung gemäß § 305 InsO ausstellen darf. Die Beauftragung des externen Rechtsanwalts führt zu zusätzlichen Kosten und zur Verzögerung des Verfahrens, was vermieden werden sollte. Eine seriöse Schuldnerberatung ist nicht auf die Mitwirkung Dritter angewiesen, um alle erforderlichen Schritte für die Schuldenbereinigung vorzunehmen.

3. Kostenlose Erstberatung

Das erste Beratungsgespräch sollte für den Schuldner kostenlos und unverbindlich sein. Gesprächsinhalt sollte nicht nur die Verfahrensdarstellung sein, sondern es sollte auch auf die spezifische Problematik des Schuldners eingegangen und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

4. Kein übereilter Vertragsabschluss

Der Vertragsabschluss sollte nicht in den häuslichen Räumen des Schuldners stattfinden. Er könnte sich so unter Druck gesetzt fühlen, den Vertrag sofort zu unterzeichnen. Vielmehr sollte der Schuldner Gelegenheit bekommen, nach ausführlicher Erläuterung der Vertragsbedingungen die überreichten Vertragsunterlagen in Ruhe zu sichten und dann eine Entscheidung zu treffen.

5. Kostenkontrolle

Für den Schuldner muss eindeutig sein, wie viel ihn die Schuldenberatung insgesamt kostet. Ein seriöser Schuldenberater wird daher auf Preistransparenz achten und über die Kosten ihrer Dienstleistung ausführlich informieren. Die Kostenstruktur sollte sich nach den Gegebenheiten des Falles (z. B. Gläubigeranzahl, Leistungsfähigkeit des Schuldners) richten.

6. Kein Abschluss weiterer Verträge

Zusätzlich zu dem Beratungsvertrag sollten keine weiteren Verträge (z. B. Versicherungen, Sparverträge) unterzeichnet werden. Gleiches gilt für das Angebot eines Kreditvertrages. Diese Verträge dienen meist nicht der Schuldenbewältigung und erhöhen meist die Schuldenlast.

Fazit:

Im engeren Sinne ist eine Schuldnerberatung auch eine Rechtsberatung, die nur von einem Rechtsanwalt erbracht werden darf. Ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Schuldner und Schuldnerberater ist für den erfolgreichen Verfahrensablauf wichtig.

Der Schuldenberater sollte zu den üblichen Geschäftszeiten erreichbar sein und den Schuldner stets über den Stand der Dinge auf dem Laufenden halten.

 


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