PRIVATINSOLVENZ: VORTEILE, NACHTEILE, ABLAUF ...

05.06.2019

und alles was Sie sonst noch über das Insolvenzverfahren für Verbraucher wissen sollten! Wenn Sie massive Geldprobleme haben und zahlungsunfähig sind, kann die Privatinsolvenz ein geeigneter Ausweg sein.

Die wichtigsten Vorteile:

  • Sie sind nach spätestens 6 Jahren schuldenfrei – ggf. auch schon nach 3 oder 5 Jahren.
  • Der Pfändungsfreibetrag sichert Ihre Existenz.
  • Sie entlasten Ihre Psyche und können endlich mal wieder “durchatmen”.

Die wichtigsten Nachteile:

  • Sie müssen Ihre Finanzen komplett offenlegen.
  • Ihr Arbeitgeber erfährt von Ihrer Insolvenz. Zudem wird das Insolvenzverfahren veröffentlicht.
  • In Ihrem Konsumverhalten kann es zu Einschränkungen kommen.

INHALT DIESER SEITE

Hinweis: Mit einem Klick können Sie direkt zu den Informationen springen, die Sie am meisten interessieren.

I. ALLES WICHTIGE ZUR PRIVATINSOLVENZ

II. VORTEILE EINER PRIVATINSOLVENZ

III. VORTEILE IM ÜBERBLICK

IV. NACHTEILE EINER PRIVATINSOLVENZ

V. NACHTEILE IM ÜBERBLICK

VI. FAZIT

VII. 32 FAQs

VIII. NEWS & EMPFEHLUNGEN


Im folgenden Videoclip erfahren Sie, wie unsere Schuldnerberatung vorgeht:

Falls Sie zahlungsunfähig sind oder Ihnen die Überschuldung droht, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Nutzen Sie die Erstberatung unserer Schuldnerberatung – kostenlos und unverbindlich. Füllen Sie jetzt das Online-Formular aus!

Unsere Anwälte für Insolvenzrecht und erfahrenen Schuldenberater sind für Sie da. Sie schauen sich Ihre Situation genau an und erkennen schnell, ob Sie ein Insolvenzverfahren noch durch eine außergerichtliche Schuldenbereinigung vermeiden können. Dieser Vergleich mit Ihren Gläubigern ist i.d.R. für alle Beteiligten die bessere Alternative.

 

INFO: Schulden machen ist nicht schwer, sie zu begleichen manchmal sehr … In Deutschland sind unzählige private Haushalte verschuldet. Darunter befinden sich viele Menschen, die sogar als überschuldet gelten (siehe SchuldnerAtlas 2017 und SchuldnerAtlas 2018).
Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheiten / Suchterkrankungen, Unfälle / Schicksalsschläge und übertriebener Konsum gehören zu den häufigsten Ursachen für die finanzielle Schieflage.
Steigende Mieten und hohe Energiekosten erschweren den Weg aus der Schuldenfalle. Nach § 17 InsO gelten Sie als zahlungsunfähig, wenn Sie Ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern nicht mehr nachkommen können.

Hohe Schulden - Geldprobleme - Schuldnerberatung - Privatinsolvenz / Figur zeigt auf eine Uhr, die auf 5 vor 12 steht

I. ALLES WICHTIGE ZUR PRIVATINSOLVENZ

1. Privatinsolvenz … Was ist das eigentlich?

Mit Hilfe einer Privatinsolvenz können sich natürliche Personen nach maximal 6 Jahren von ihren Schulden befreien. Dieses vereinfachte Insolvenzverfahren ist für Verbraucher seit Einführung der Insolvenzordnung (InsO) im Jahre 1999 möglich. Das allgemeine Insolvenzverfahren ist übrigens das sogenannte Regelinsolvenzverfahren.

Erfüllt der Schuldner bestimmte Kriterien, kann die Restschuldbefreiung bereits nach 3 Jahren erteilt werden.

Figur ertrinkt wegen Euro

Privatinsolvenz: Voraussetzungen & Ziele

Die wesentlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Insolvenzantrag sind die (drohende) Zahlungsunfähigkeit des Schuldners und das Scheitern des außergerichtlichen Vergleichs mit den Gläubigern.

Das wichtigste Ziel aus Sicht des Schuldners, und zugleich der größte Vorteil der Privatinsolvenz, ist die Schuldenfreiheit. Die Interessen der Gläubiger sind in § 1 InsO verankert. Demnach wird das verwertbare Vermögen gleichmäßig unter ihnen aufgeteilt.


2. Für wen ist das private Insolvenzverfahren gedacht?

Das Privatinsolvenzverfahren gilt für natürliche Personen, die nicht selbständig sind und es auch noch nie waren.

Selbständige können ebenfalls eine Privatinsolvenz anmelden. Einerseits müssen sie weniger als 20 Gläubigern Geld schulden. Andererseits dürfen keine Forderungen von Mitarbeitern (z.B. Lohn) mehr offen sein. Angestellte, Arbeiter, Beamte, Rentner, Arbeitslose, Schüler & Studenten sowie Hausfrauen sind typische Personengruppen, die eine private Insolvenzverfahren beantragen können.

Die folgende Grafik veranschaulicht, wer in die Verbraucherinsolvenz “darf” und wer am allgemeinen Insolvenzverfahren (Regelinsolvenz) teilnehmen “muss”.

Abgrenzung Verbraucherinsolvenz / Privatinsolvenz - Allgemeines Insolvenzverfahren (Regelinsolvenz)

Für einen erfolgreichen Insolvenzantrag müssen Sie u.a. auch diese Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind zahlungsunfähig bzw. die Überschuldung droht.
  • Die außergerichtliche Schuldenbereinigung mit Ihren Gläubigern ist gescheitert. Außerdem liegt dieser Einigungsversuch nicht länger als 6 Monate zurück.
  • Eine geeignete Person gem. § 305 InsO hat dieses Scheitern bescheinigt.
  • Ihr Vermögen reicht aus, um die Verfahrenskosten zu decken.
  • Es bestehen keine Versagungsgründe, z.B. ein Privatkonkurs innerhalb der letzten 10 Jahre.

TIPP: Sofern noch nicht geschehen, sollten Sie Ihr Bankkonto in ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) umwandeln. So schützen Sie Ihr pfändungsfreies Guthaben und verhindern, dass Ihre Gläubiger das gesamte Konto pfänden. Bei uns können Sie auch die P-Konto Bescheinigung beantragen!


3. Wie lange dauert die Privatinsolvenz?

Nachdem Sie die Privatinsolvenz angemeldet haben, benötigt das Insolvenzgericht i.d.R. 5 bis 6 Wochen bis zur Insolvenzeröffnung. Planen Sie diese Zeit mit ein.

Von diesem Zeitpunkt an dauert die Privatinsolvenz eigentlich 6 Jahre. Die Dauer kann aber auf 5 bzw. 3 Jahre verkürzt werden.

Streben Sie eine Restschuldbefreiung nach 5 Jahren an, müssen Sie bis dahin die kompletten Verfahrenskosten (§ 54 InsO) begleichen.

Möchten Sie bereits nach 3 Jahren schuldenfrei sein, müssen Sie zusätzlich 35% der Gesamtschulden getilgt haben. Das schaffen aktuell leider nur wenige Schuldner.

INFO: Seit der Insolvenzrechtsreform vom 1.7.2014 können Sie das Insolvenzverfahren auch frühzeitig beenden. Im Insolvenzplanverfahren bieten Sie Ihren Gläubigern eine Einmalzahlung an. Das funktioniert natürlich nur dann, wenn Sie einen oder mehrere Geldgeber haben (z.B. Freunde oder Verwandte).
Ihren Insolvenzplan stimmen Sie vorher mit dem Insolvenzverwalter und dem Insolvenzgericht ab. Sollte die Mehrheit Ihrer (anwesenden) Gläubiger beim Abstimmungstermin für den Insolvenzplan stimmen, wird das Insolvenzverfahren beendet. Statt 6, 5 oder 3 JAHREN dauert die Entschuldung mittels Insolvenzplan meistens nur zwischen 4 und 12 MONATE!!!


4. Der Ablauf einer Privatinsolvenz

Ablauf des Insolvenzverfahrens

Der Ablauf einer Privatinsolvenz gliedert sich in 4 Phasen:

1. Phase: Außergerichtliche Schuldenregulierung & Privatinsolvenz beantragen

Außergerichtlicher Schuldenvergleich / Zwei Figuren kämpfen um Euros

Zunächst versuchen Sie, sich mit Ihren Gläubigern außergerichtlich zu einigen.

Überlassen Sie unseren Experten den Einigungsversuch.
Wir sind sehr versiert im Umgang mit Gläubigern!

Scheitert der Vergleich, können Sie die Insolvenz anmelden. Für den Insolvenzantrag benötigen Sie eine Bescheinigung nach § 305 InsO.

2. Phase: Gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan und Eröffnung des Insolvenzverfahren

Sieht das Insolvenzgericht doch noch Chancen, probiert es auf diesem Wege eine Einigung zu erzielen. Das passiert jedoch selten. In den meisten Fällen eröffnet das Gericht das Verbraucherinsolvenzverfahren.

3. Phase: Insolvenzverfahren

Das Insolvenzgericht macht die Privatinsolvenz via Insolvenzbekanntmachungen öffentlich und bestellt einen Insolvenzverwalter. Nachdem die Gläubigerversammlung stattgefunden hat, verwertet er Ihr verbleibendes Vermögen. Anschließend verteilt er die Summe an Ihre Gläubiger.

4. Phase: Restschuldbefreiungsverfahren / Wohlverhaltensphase

Im Prinzip beginnt diese Phase ebenfalls direkt nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Im Restschuldbefreiungsverfahren überlassen Sie dem Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder den pfändbaren Teil ihres Nettoeinkommens. Diese gepfändeten Beträge zahlt der Treuhänder einmal jährlich an Ihre Gläubiger.

In der Wohlverhaltensphase dürfen Sie gem. § 295 InsO die folgenden 5 Obliegenheiten nicht verletzen. Ansonsten droht die Versagung der Restschuldbefreiung.

  • Sie müssen sich um einen angemessenen Arbeitsplatz bemühen,
  • die pfändbaren Einkommensbeträge an den Treuhänder zahlen,
  • das halbe Erbschaftsvermögen an den Treuhänder abgeben (in der Wohlverhaltensperiode, davor jedoch zu 100%),
  • den Treuhänder über jeden Wechsel von Wohnort oder Arbeitgeber informieren und
  • alle Zahlungen ausschließlich an den Treuhänder leisten. Zahlungen an einzelne Gläubiger sind untersagt, um ein Bevorteilung zu vermeiden.

Ziel erreicht: Restschuldbefreiung / auf dem Foto: Figur läuft durch das Ziel

Wenn Sie alle Pflichten erfüllen, erteilt das Insolvenzgericht am Ende der Privatinsolvenz die Restschuldbefreiung. Danach können Sie finanziell neu durchstarten!


5. Was bleibt mir in der Privatinsolvenz zum Leben?

Die Antwort auf diese Frage interessiert Schuldner logischerweise oft am meisten …

Bei der Gestaltung der Insolvenzordnung hat der Staat darauf geachtet, dass Ihr Existenzminimum während der Insolvenzphase gesichert ist und einen Freibetrag eingerichtet. Daher bekommt der Insolvenzverwalter / Treuhänder nur den pfändbaren Teil Ihres Einkommens.

Wie viel genau gepfändet wird, erfahren Sie in der aktuellen Pfändungstabelle (2019, 2020, 2021). Ihr individueller Pfändungsfreibetrag richtet sich dabei auch nach Ihren Unterhaltsverpflichtungen.

Auszug aus der aktuellen Pfändungstabelle

Hinweise: Alle Beträge in EUR!

Auszug Pfändungstabelle 2019, 2020, 2021


Beispiel:

  • Wer kinderlos ist und 1.800 EUR netto verdient, zahlt 434,99 EUR an seine Gläubiger.
  • Bei gleichem Lohn / Gehalt und einem Kind reduziert sich die Abgabe auf 88,92 EUR.
  • Hat der Schuldner mehr als ein Kind, bleibt ihm hingegen sein volles Einkommen.

TIPP: Mit unserem Pfändungsrechner können Sie den pfändungsfreien Anteil Ihres Nettoeinkommens schnell und bequem ausrechnen!

Einige Bestandteile des Einkommens sind glücklicherweise pfändungsfrei, z.B. Urlaubsgeld, Gefahrenzulagen, Reisekostenvergütungen, Weihnachtsgeld (bis 500,- Euro) und 50% der Bruttobezüge für Überstunden.


6. Wie teuer ist eine Privatinsolvenz?

Eine exakte Einschätzung ist an dieser Stelle nicht möglich. Generell entstehen Kosten für das Insolvenzgericht (Gerichtskosten), den (vorläufigen) Insolvenzverwalter / Treuhänder und ggf. den Rechtsanwalt / Anwalt für Insolvenzrecht bzw. Schuldnerberater. Mit einem Beratungsschein können Sie Ihre Kosten ggf. senken.

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7. Privatinsolvenzen in Deutschland

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland den Weg der Insolvenz wählen, ist seit 2011 rückläufig. Laut Creditreform steigt seit 2014 jedoch die Zahl der überschuldeten Personen. Wer überschuldet ist, hat dauerhaft höhere Ausgaben als Einnahmen.

In 2017 waren ca. 6,9 Millionen Bürger über 18 Jahren überschuldet. Das ist gleichbedeutend mit einer Überschuldungsquote von 10,04%. Des Weiteren lag die gesamt Schuldsumme bei 209 Milliarden EUR. Dabei haben Männer (12,59%) deutlich häufiger Zahlungsprobleme als Frauen (7,61%). Die größten Zuwachsraten werden bei den Senioren verzeichnet.

Insolvenzverfahren für Verbraucher in Deutschland 1999 bis 2017 (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Laut Statistischem Bundesamt haben von 1999 bis 2017 1.317.723 Schuldner eine Privatinsolvenz beantragt.


Entwicklung bei Privatinsolvenzen

Nach einem etwas zögerlichen Start legte die Zahl der Privatinsolvenzverfahren in den Jahren der Wirtschafts- und Finanzkrise (ab 2007) deutlich zu. Die meisten Insolvenzanträge wurden 2010 gestellt.

Seit 2012 gehen immer weniger Schuldner in eine Verbraucherinsolvenz. Gründe für diese positive Entwicklung liegen vorrangig in der wirtschaftlichen Erholung und einer guten Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Im Jahr 2017 kam es zu einem weiteren starken Rückgang. 71.896 Schuldner meldeten eine Verbraucherinsolvenz an. Das ist der geringste Wert seit 2005.


8. Schuldnerberatungsstellen vs. anwaltliche Beratung

Wer professionelle Hilfe bei der Bewältigung von Schulden sucht, hat mehrere Optionen. Einerseits gibt es öffentliche und gemeinnützige Schuldnerberatungsstellen. Andererseits spezialisierte Rechtsanwälte (Fachanwälte für Insolvenzrecht), die häufig von zertifizierten Schuldnerberatern unterstützt werden.

In den folgenden Absätzen erklären wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede:

1. Wartezeit

Öffentliche Beratungsstellen sind in Deutschland meist stark überlastet. Hier sind monatelange Wartezeiten die Regel. Wenn Sie Ihre finanziellen Probleme schnell(er) in den Griff bekommen möchten, ist eine öffentliche Schuldnerberatungsstelle der falsche Ansprechpartner.

Unsere Schuldnerberatung ist zeitlich deutlich flexibler und hilft Ihnen umgehend.

INFO: Während ein erfahrener Rechtsanwalt i.d.R. ca. 6 WOCHEN für die Einreichung des Insolvenzantrags benötigt, können bei einer öffentlichen Schuldnerberatungsstelle 1 bis 2 JAHRE vergehen.

2. Juristische Expertise

Mitarbeiter von öffentlichen Schuldnerberatungsstellen sind gut geschult und engagiert, jedoch i.d.R. keine Rechtsanwälte.

Bei Schuldnerberatung Schulz sind Sie während des gesamten Insolvenzverfahrens rechtlich auf der sicheren Seite.

3. “Schreibkram”

Leider ist die Durchführung einer Verbraucherinsolvenz mit einem hohen Maß an Bürokratie verbunden. Während Sie die öffentlichen Schuldnerberater damit größtenteils alleine lassen, übernehmen wir die Schreibarbeit und überprüfen alle Dokumente. Auch dahingehend, ob überhaupt alle Forderungen berechtigt sind.

Nachdem wir anfangs Ihre Mitarbeit benötigen, können Sie sich anschließend quasi “zurücklehnen”.

4. Umgang mit Gläubigern und Gerichten

Bevor wir Ihnen den Weg in die Insolvenz empfehlen, nutzen wir alle Chancen, um einen außergerichtlichen Vergleich zu ermöglichen. Dafür verhandeln wir in Ihrem Namen mit Ihren Gläubigern. Im Umgang mit Gläubigern sind wir versiert und sehr erfahren (siehe Verhandlungsergebnisse).

Gemeinnützigen Einrichtungen fehlt meist die Zeit und das Personal, um diesen Weg bis zum Ende auszureizen.

5. Kosten

Gemeinnützige Schuldnerberatungsstellen arbeiten kostenlos. Das ist für einen Anwalt natürlich nicht möglich. Dafür bekommen Sie von ihm deutlich mehr Leistungen.

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9. Privatinsolvenz im Ausland?

Sofern der Schuldner in einem anderen Land wohnt, kann er dort legal einen Insolvenzantrag stellen. In vielen Ländern, z.B. England oder Frankreich, sind die Insolvenzverfahren deutlich kürzer und unbürokratischer.

Die Verlegung des Wohnortes nach England muss jedoch mindestens ein halbes Jahr vor der Antragstellung stattfinden. Und selbst dann ist es nicht sicher, dass der Insolvenzantrag akzeptiert wird. Und wer seinen Wohnsitz nur scheinbar in ein anderes Land verlegt, macht sich strafbar.

Neben dem Wohnort gibt es viele weitere kleine und große Hürden, die eine Verbraucherinsolvenz im Ausland erschweren. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich auf die Möglichkeiten in Deutschland zu fokussieren und diese optimal zu nutzen.

Bezüglich der Dauer der Insolvenzverfahrens, die oft kritisiert wird, gibt es übrigens gute Nachrichten. Die EU plant, dass die Verbraucherinsolvenz in allen Mitgliedsstaaten generell nur noch maximal 3 Jahre dauern soll.


II. VORTEILE EINER PRIVATINSOLVENZ

Sind Sie bereits zahlungsunfähig? Wachsen Ihnen die Schulden scheinbar unaufhaltsam über den Kopf? Eine Einigung mit Ihren Gläubigern ist unmöglich? Dann kann die Insolvenz Ihre beste Chance auf eine schuldenfreie Zukunft sein!

Problem: Schulden - Lösung: Privatinsolvenz / Figur steht vor einem Scheideweg

Die Privatinsolvenz hat nicht nur aus finanzieller, sondern auch aus psychischer Sicht viele Vorteile. Waren sie vorher dem Druck Ihrer Gläubiger und den Vollstreckungsversuchen von Gerichtsvollziehern ausgeliefert, können Sie nun Ihre Geschicke wieder weitestgehend selbst bestimmen. Da der Partner, die Familie und Freunde häufig mit leiden, werden auch sie entlastet.

Mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens beginnt Ihre Entschuldung. Durch die festgelegten “Spielregeln” ist von Anfang an klar, wann Sie Ihre Schulden abgetragen haben. Übrigens zahlen viele Schuldner vor dem Insolvenzverfahren oftmals mehr Geld an ihre Gläubiger, als sie es aus rechtlicher Sicht eigentlich müssten. Auch das ist nun vorbei.

Wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, gilt der Pfändungsschutz. Ab sofort ist es Ihren Gläubigern verboten, eine Zwangsvollstreckung durchzuführen. So bleibt Ihr pfändungsfreies Einkommen unangetastet. Ohne Verbraucherinsolvenz dürfen Ihre Gläubiger 30 Jahre lang bei Ihnen pfänden.

Zudem ist eine vorzeitige Restschuldbefreiung möglich. So können Sie bereits nach drei oder fünf Jahren schuldenfrei sein. Wenn Sie in diesem Zeitraum 35 Prozent der Schulden sowie die Verfahrenskosten beglichen haben, endet das Verfahren nach 3 Jahren. Wenn Sie die Verfahrenskosten komplett begleichen, erfolgt die Befreiung von Ihren Schulden nach fünf Jahren. Andernfalls sind Sie nach sechs Jahren schuldenfrei.


III. VORTEILE IM ÜBERBLICK

Sie …

  • haben die Aussicht auf ein schuldenfreies Leben nach maximal 6 Jahren.
  • können bereits nach 3 oder 5 Jahren schuldenfrei sein.
  • genießen mit Insolvenzeröffnung Pfändungsschutz. Daher sind Lohnpfändungen oder Kontopfändungen durch Gläubiger (und Gerichtsvollzieher) nicht mehr möglich.
  • werden durch Pfändungsfreigrenzen geschützt. Ihr Existenzminimum ist gesichert.
  • müssen nicht mehr direkt mit Ihren Gläubigern kommunizieren.
  • erhalten keine “bösen Briefe” mehr, z.B. Mahnungen oder Vollstreckungsbescheide.
  • wissen genau, wie hoch Ihre monatlichen Ausgaben sind. So gewinnen Sie schnell ein Stück Selbstbestimmung zurück.
  • dürfen Verträge beenden und müssen die Kündigungsfrist nicht beachten. Eine Insolvenz ist quasi ein Sonderkündigungsrecht. Das hilft Ihnen beim “Ausmisten”.
  • können in Ihrer Wohnung bleiben. Ihr Vermieter darf Ihnen nicht kündigen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass eine Privatinsolvenz gewöhnlich ohne größere Probleme durchlaufen wird. Wenn andere das schaffen, schaffen Sie das auch!


IV. NACHTEILE EINER PRIVATINSOLVENZ

Sie können die Insolvenz nicht vor Ihrem Arbeitgeber geheim halten. Schließlich zahlt er das pfändbare Einkommen an den Insolvenzverwalter.

Es gibt auch Schulden, von denen Sie nach der Restschuldbefreiung nicht befreit werden. Dazu gehören Verbindlichkeiten aus vorsätzlich unerlaubter Handlung. Dementsprechend bleiben z.B. Schulden wegen Betrugs sowie Bußgelder und andere Strafgelder bestehen.

Das in Deutschland relativ langwierige Verfahren geht für den Verbraucher zudem mit Einschränkungen und Auflagen einher. Sämtliche Finanzen müssen offengelegt werden und das Vermögen wird verpfändet. Sie dürfen u.a. nicht vergessen, dem Verwalter Ihren Wohnorts- oder Arbeitsplatzwechsel mitzuteilen.

Es wird erwartet, dass Sie sich um ein Einkommen bzw. einen Job bemühen. Ein weiterer Nachteil der Privatinsolvenz ist die schlechte Bonität (und ein niedriger Schufa-Score), wodurch die Kreditwürdigkeit sinkt. Dadurch kann es schwer werden, Kredite bzw. Kreditkarten zu bekommen.

Letzten Endes ist dies allerdings in den meisten Fällen ohnehin bereits eingetreten und die Nachteile der Privatinsolvenz sind weniger einschneidend, als es gerade klingen mag.

Zu guter Letzt könnten Sie es als Nachteil empfinden, dass Privatinsolvenzen veröffentlicht werden. Seit 2002 kann man über die Website Insolvenzbekanntmachungen.de eine entsprechende Namensliste einsehen.


V. NACHTEILE IM ÜBERBLICK

  • Es bleibt Ihnen monatlich “nur” der pfändungsfreie Betrag des Nettoeinkommens. Den Rest überweisen Sie an den Treuhänder.
  • Sie müssen ggf. Einschränkungen im Konsumverhalten hinnehmen. Der Abschluss von Ratenkrediten ist i.d.R. nicht möglich.
  • Die Vermögensbestandteile, die Sie nicht zwingend zum Leben benötigen, verwertet der Insolvenzverwalter. Dazu kann u.U. auch Ihr Auto gehören.
  • Das Insolvenzverfahren wird öffentlich gemacht (Insolvenzbekanntmachungen.de). Dritte könnten also erfahren, dass Sie sich in der Privatinsolvenz befinden.
  • Ihr Arbeitgeber weiß über Ihre Privatinsolvenz bescheid. Da Abläufe in der Lohnbuchhaltung und zusätzliche Arbeit nötig ist, sind viele Arbeitgeber nicht begeistert. Zwar ist die Insolvenz kein Kündigungsgrund, aber in Sachen Probezeit und Jobsuche sicherlich kein Vorteil.
  • Wenn Sie eine neue Wohnung suchen, Verträge wechseln oder einen Kredit beantragen möchten, ist das aufgrund der schlechten Bonität (geringe Kreditwürdigkeit) nur unter erschwerten Bedingungen möglich.
  • Sie dürfen in der Wohlverhaltensphase nicht gegen die 5 Obliegenheiten verstoßen. Dazu gehört eine große Portion Selbstdisziplin.
  • Falls Sie arbeitslos sind, müssen Sie sich in ausreichendem Maße um einen Job bemühen.
  • Einige Schulden verschwinden nicht durch ein Privatinsolvenzverfahren, z.B. Verbindlichkeiten aus vorsätzlich unerlaubten Handlungen. Dazu zählen u.a. Betrug, sowie Bußgelder und Strafgelder.
  • Sie bekommen einen negativen Schufa-Eintrag, der erst drei Jahre nach der Restschuldbefreiung gelöscht wird. Das bremst den finanziellen Neuanfang etwas.
  • Im Vergleich zu anderen Ländern ist das Insolvenzverfahren in Deutschland immer noch ein langwieriger Prozess, der mit viel Bürokratie einhergeht.

VI. FAZIT

Der wichtigste Vorteil einer Privatinsolvenz ist der, dass Sie anschließend komplett schuldenfrei sind. Sie können bei Null anfangen und haben wieder eine echte Perspektive. Nach drei bis sechs Jahren – unabhängig von der Schuldensumme – haben Sie keine Schulden mehr.

Fazit - Vorteile überwiegen / Figur mit großer Lupe

Sie müssen keine Besuche vom Gerichtsvollzieher oder überraschende Pfändungen befürchten. Das Existenzminimum ist gesichert. Außerdem fällt es Ihnen wieder leichter, den Überblick über Ihre Finanzen zu behalten.

Da viele Nachteile auch ohne Insolvenzverfahren auftreten und die Gefahr besteht, dass die Situation unter finanziellen, psychischen und sozialen Gesichtspunkten noch weiter außer Kontrolle geraten kann, ist es bei hohen Schulden häufig die richtige Entscheidung, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und ggf. einen Insolvenzantrag zu stellen.

Die Privatinsolvenz kann auf jeden Fall ein finanzieller Rettungsring sein!


VII. 33 FAQs

FAQ Privatinsolvenz

Rund um das Thema Privatinsolvenz gibt es unzählige Fragen. Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die uns häufig gestellt werden:

01. Ist eine Privatinsolvenz auch ohne Einkommen möglich?

Ja.

02. Was passiert mit Schulden, die nach der Eröffnung des Verfahrens entstehen?

Da es sich um neue Schulden handelt, fallen sie nicht unter die Restschuldbefreiung.

03. Wird das Insolvenzverfahren im Führungszeugnis eingetragen?

Nein.

04. Kann man ein Privatinsolvenzverfahren als Gläubiger verhindern? 

Nein.

05. Kann man ein Insolvenzverfahren vorzeitig beenden? 

Das ist möglich. Sie können einen Antrag auf Verkürzung stellen. Wenn Sie gewisse Anforderungen erfüllen, sind Sie nach 5 Jahren oder nach 3 Jahren schuldenfrei. Noch schneller geht es mit einem Insolvenzplanverfahren. Auch wenn Sie alle Schulden frühzeitig getilgt haben, endet die Privatinsolvenz vorzeitig.

06. Darf ich in der Insolvenzphase ein Auto besitzen?

Nur wenn der PKW für den Arbeitsweg zwingend erforderlich ist und wenn der Wert des Pkw bei rund 1.000,- bis 1.500,- EUR liegt.

07. Was passiert nach der Wohlverhaltensphase?

Dann sind die Schulden mit Erteilung der Restschuldbefreiung “verschwunden”, d.h. sie sind nicht mehr gegen den Schuldner durchsetzbar. Die Erteilung der Restschuldbefreiung bleibt jedoch noch drei Jahre in der SCHUFA stehen.

08. Wie werde ich am schnellsten schuldenfrei? 

Mit einem außergerichtlichen Vergleich oder einem Insolvenzplan – jeweils mit kurzer Laufzeit. Im Rahmen einer Privatinsolvenz ist eine Verkürzung auf 3 Jahre möglich.

09. Muss ich meine Immobilie verkaufen, wenn ich Insolvenz anmelde?

Die Immobilie wird vom Insolvenzverwalter / Treuhänder verwertet. Mit Insolvenzeröffnung verlieren Sie die Verfügungsbefugnis über Ihr Vermögen, d.h. Sie dürfen Ihre Immobilie nicht mehr veräußern. Es kann auch sein – sofern die Immobilie wertausschöpfend belastet ist – dass der Verwalter die Immobilie freigibt. Die Immobilie kann dann von den Grundschuldgläubigern weiter verwertet werden und auch eigenhändig veräußert werden.

10. Darf man während eines laufenden Insolvenzverfahrens auswandern? 

Ja. Sie benötigen nur bei Antragstellung einen Wohnsitz in Deutschland. Beachten Sie aber, dass die Restschuldbefreiung nur innerhalb der EU wirkt.

11. Darf man während der Privatinsolvenz neue Schulden machen bzw. einen Ratenkauf tätigen? 

Ja. Aber das wird schwierig aufgrund der SCHUFA-Einträge. Aber prinzipiell ist es erlaubt.

12. Aus welchen Gründen kann eine Privatinsolvenz scheitern?

Die Versagung der Restschuldbefreiung kann wegen Verstößen gegen die Obliegenheiten des Schuldners passieren, z.B. wenn man der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, falsche Angaben macht oder eine Zusammenarbeit in großen Teilen verweigert.

13. Gibt es Schulden, die durch eine Insolvenz nicht gelöscht werden? 

Ja. Verbindlichkeiten aus vorsätzlichen unerlaubten Handlungen (z.B. Betrug, Körperverletzung), Buß- und Strafgelder, Steuerschulden aus einer Steuerhinterziehung sowie vorsätzlich und pflichtwidrig nicht gezahlter Unterhalt, werden von der Restschuldbefreiung nicht umfasst.

14. Ich befinde mich in der Insolvenzphase und möchte mich selbständig machen. Geht das? 

Ja, das geht sehr gut! Sogar unter ziemlich charmanten Bedingungen. Sprechen Sie uns an!

15. Darf man während der laufenden Insolvenz in den Urlaub fahren?

Ja. Man sollte jedoch immer für den Insolvenzverwalter erreichbar sein. Dieses Verhalten zählt übrigens zu den Obliegenheiten eines Schuldners (Auskunfts- und Mitwirkungspflicht).

16. Was mache ich bei einem Umzug?

Informieren Sie den Insolvenzverwalter über Ihre neuen Kontaktdaten. Das Amtsgericht und der Insolvenzverwalter ändern sich übrigens nicht.

17. Das Insolvenzverfahren hat begonnen und der Gerichtsvollzieher steht trotzdem vor der Tür. Was mache ich?

Sie legen ihm die Bestätigung des Insolvenzgerichts über die Eröffnung des Verfahrens vor. Der Gerichtsvollzieher wird Sie dann nicht mehr besuchen.

18. Kann ich einen Schufa-Eintrag verhindern?

Nein. Durch die öffentliche Bekanntmachung der Insolvenzgerichte erfährt die Schufa von Ihrer Privatinsolvenz. Nach der Restschuldbefreiung bleibt der Eintrag noch 3 Jahre bestehen.

19. Was passiert, wenn der Schuldner stirbt?

Die Schulden gehen auf den Erben über. Der hat dann 6 Wochen Zeit, die Erbschaft abzulehnen.

20. Wie werde ich schuldenfrei, wenn ich arbeitslos bin?

Um professionell beraten zu werden, gibt es für Sie zwei Möglichkeiten: 1. Eine kostenlose oder karitative Schuldnerberatung. 2. Sie besorgen sich beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein. Die Beratungskosten werden dann von der Staatskasse getragen.

21. Mein Partner bzw. Ehepartner hat Schulden. Kann auch bei mir gepfändet werden?

Das ist rechtlich etwas “kniffelig”. Schauen Sie sich die Antwort bitte im Video an!

22. Bekomme ich ein neues Bankkonto, obwohl ich hohe Schulden habe?

Sie haben auf jeden Fall Anspruch auf EIN Konto (Stichwort: Bürgerkonto). Das sollten Sie unbedingt in ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) umwandeln, damit Ihre Gläubiger nicht alles pfänden dürfen.

23. Ist es möglich, die eigenen Schulden auf eine andere Person zu übertragen?

Eine Übertragung ist nicht möglich. Es ist jedoch natürlich möglich, dass Sie von der anderen Person das Geld erhalten und damit die Schulden begleichen.

24. Gibt es eine Verjährungsfrist bei Schulden?

Die normale Verjährungsfrist liegt i.d.R. bei drei Jahren. Liegt ein Titel für die Forderung vor, beträgt sie 30 Jahre. Diese Frist beginnt jeweils neu, wenn in der Sache eine Pfändung bzw. Zwangsvollstreckung durchgeführt wurde. Es kann also sein, dass Sie die Schulden ein Leben lang begleiten. Daher sollten Sie frühzeitig eine andere Lösung finden!

25. Kann mir meine Krankenkasse kündigen, wenn ich Schulden nicht begleiche?

Nein. Sie kommen dann in einen Nottarif, bei dem nur lebensbedrohliche Maßnahmen bezahlt werden. Weitere Details erfahren Sie im Video!

26. Hilft eine Schuldnerberatung wirklich oder ist das nur “Abzocke”?

Leider gibt es in der Branche immer noch schwarze Schafe. Eine seriöse Schuldnerberatung hilft Ihnen jedoch i.d.R. auf alle Fälle. Sie erkennen eine seriöse Beratungsstelle u.a. daran, dass keine Hausbesuche gemacht werden. Hilfreich ist es auch, wenn die Schuldnerberatung von Anwälten geführt wird.

27. Was passiert mit einer Steuererstattung während der Insolvenz?

Während der Insolvenzeröffnungsphase fällt die Steuerrückzahlung in die Insolvenzmasse. In der Wohlverhaltensphase dürfen Sie das Geld i.d.R. behalten.

28. Wie teuer ist ein Schuldnerberater?

Bei öffentlichen Schuldnerberatungsstellen ist eine Schuldnerberatung kostenlos. Mit einem Beratungshilfeschein können Sie auch anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, ohne etwas zu bezahlen.

Sofern wir Sie in die Privatinsolvenz begleiten, zahlen Sie bei uns einen Pauschalbetrag. Wenn wir Sie bei einem außergerichtlichen Vergleich unterstützen, zahlen Sie eine monatliche Rate. Bei unseren Honoraren richten wir uns nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

29. Ab wann gilt man als überschuldet?

Bei Privatpersonen gibt es nicht die Überschuldung, sondern die Zahlungsunfähigkeit. Sie sind zahlungsunfähig, wenn Sie Ihre Rechnungen nicht mehr innerhalb einer gewissen Frist bezahlen können.

30. Was bedeutet Doppelpfändung?

Bei einer Doppelpfändung liegt eine Kontopändung UND eine Lohnpfändung vor. Hier erfahren Sie mehr!

31. Was ist ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto)?

Das P-Konto ist die einzige Möglichkeit, um ihr Bankkonto vor Pfändungen zu schützen und ihr Existenzminimum zu sichern. Wenn Sie ihr Konto nicht in ein P-Konto umwandeln, könnten Ihnen die Gläubiger das gesamte Guthaben wegnehmen.

32. Was ist der Unterschied zwischen Pfändung und Lohnabtretung?

Die Pfändung ist ein Mittel der gerichtlichen Zwangsvollstreckung. Eine Lohnabtretung kann zwischen Vertragspartnern vereinbart werden, z.B. bei der Aufnahme eines Kredits. Kommen Sie den Zahlungsanforderungen nicht mehr nach, kann die Bank Ihren Arbeitgeber dazu auffordern, den pfändbaren Teil Ihres Lohns an die Bank zu überweisen. Im Videoclip finden Sie weitere Erklärungen!

33. Ist eine Privatinsolvenz mehrmals möglich?

Wie oft man eine Privatinsolvenz anmelden kann, richtet sich danach, wann die letzte Restschuldbefreiung erteilt bzw. versagt wurde. Haben Sie eine Insolvenz erfolgreich durchlaufen, müssen Sie 10 Jahre bis zum nächsten Insolvenzantrag warten. Sollte eine Versagung stattgefunden haben, beträgt die Sperrfrist 3 bis 5 Jahre. Generell schreibt der Gesetzgeber keine maximale Anzahl an Insolvenzverfahren vor.


VIII. NEWS & EMPFEHLUNGEN

Privatinsolvenz / Schulden: News & Empfehlungen

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