Schulden als Beziehungskiller?!

25.03.2018

Es gibt verschiedene Gründe für Streitigkeiten in einer Beziehung. Während sich manche Paare wegen eines unordentlichen Haushalts streiten, sind die Probleme bei anderen „gehaltvoller“. Finanzielle Themen belasten gleich zweifach. Denn neben der persönlichen Belastung kommt die Auswirkung auf das Partnerschaftsglück hinzu.

Geld als Grund für Beziehungsstress

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zeigt, dass jedes vierte deutsche Paar bereits Streit wegen des Geldes hatte. Erfasst wurden hier zum Beispiel Unstimmigkeiten wegen als unnütz empfundener Ausgaben. Auch der Eindruck, dass der andere den Überblick über seine Finanzen verloren habe, war bei vielen Paaren bereits Anlass für Probleme.

Warum kann Geld zu Beziehungsproblemen führen?

Geld ist ein existenzielles Thema. Es beeinflusst den Lebensstandard und das Gefühl, in Sicherheit und Frieden leben zu können. Wer im Hinblick auf seine Finanzen entspannt sein kann, bringt entsprechenden Stress nicht mit in seine Partnerschaft.

Hinzu kommt, dass verschiedene Aspekte einer Beziehung mit finanziellen Aufwendungen verbunden sein können. Dazu gehören zum Beispiel die Hochzeitsfeier, Kinder, Hausbau und gemeinsame Urlaube. Bei einem Paar, das genügend Geld hat, werden kleinere Ausgaben der Partner nicht gleich umfangreich thematisiert und hinterfragt. Es bleibt Zeit, andere Themen zu diskutieren und Probleme zu lösen, die nichts mit dem Geld in der Partnerschaft zu tun haben.

Welche Auswirkungen können Schulden auf eine Partnerschaft haben?

Größere Schulden können eine Beziehung massiv belasten. Die mit ihnen einhergehenden Ängste und Unzufriedenheit führen im schlimmsten Fall zu einem Ende der Partnerschaft, da die Probleme als unlösbar empfunden werden.

Drei Tipps für den Umgang mit Geld in einer Beziehung

Da Geld in vielen Partnerschaften ein zentrales Thema ist, lohnt es sich, gezielt Strategien für den Umgang mit den gemeinsamen Finanzen zu entwickeln.

1. Ausgaben gemeinsam planen

Es kann sehr hilfreich sein, Ausgaben gemeinsam zu planen. Das sollte nicht nur für größere, sondern auch für kleinere finanzielle Investitionen gelten.

2. Einen Rahmen für „Luxus“-Ausgaben festlegen

Damit Ausgaben für Hobbys und Interessen keinen Streit verursachen, ist es nützlich, für beide Partner ein monatliches Budget festzulegen. Über dieses können sie frei verfügen, ohne sich beim anderen für die Ausgaben rechtfertigen zu müssen.

3. Getrennte Konten

Wenn Sie sich in Ihrer Ehe bzw. Partnerschaft besonders häufig über finanzielle Themen und Ausgaben streiten, sollten Sie darüber nachdenken, getrennte Konten einzurichten. Falls nur einer von Ihnen arbeitet, kann es sinnvoll sein, dass der andere einen regelmäßigen festen Geldbetrag auf sein Konto überwiesen bekommt.

Was tun, wenn ein Partner sehr hohe Schulden hat und (fast) zahlungsunfähig ist?

Wenn es bei finanziellen Streitigkeiten nicht mehr nur um das Thema „unnütze Ausgaben“ geht, sondern Schulden zu heftigen Problemen bezüglich des Lebensunterhalts führen, ist es Zeit für besondere Maßnahmen. Damit Schulden nicht zum Trennungsgrund werden, sollten Sie frühzeitig einschreiten.

Ist die Überschuldung nahe, raten wir Ihnen zu professioneller Hilfe. Unsere Schuldnerberatung hilft Ihnen bei drohender Zahlungsunfähigkeit und berät Sie u.a. zu den Themen außergerichtliche Schuldenbereinigung und/oder Privatinsolvenz.

 

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