Konto überziehen - besser Ausnahme als Regel

04.01.2019

Girokonto überzogen? Da geht es Ihnen wie vielen Menschen in Deutschland. Irgendwie ist am Ende des Geldes immer noch soviel Monat übrig …

Geld ausgeben – und das Konto überziehen – ist leicht. Geld verdienen weniger. Hier mal mit der EC-Karte Essen gehen, dort die Shopping-Tour mit Paypal und die Tankfüllung mit der Kreditkarte bezahlen. Und schon sind wieder ein paar Hundert Euro weg.

Doch leider realisiert man die Situation erst in vollem Umfang, wenn man einmal verstohlen einen Blick auf den Kontostand riskiert. Aber zum Glück gibt es ja noch den Dispo! Doch Vorsicht, es lauern Gefahren.

Was ein Dispo ist – und was er nicht ist

Um von Vornherein mit einem riesigen, weit verbreiteten Irrtum aufzuräumen: Ein Dispositionskredit ist keine Vertragsleistung der Bank. Anders ausgedrückt: Er ist IMMER eine freiwillige Zusatzleistung.

Zwar hat es sich inzwischen eingebürgert, dass bei regelmäßigen Zahlungseingängen in etwa der doppelte Betrag als Dispo gewährt wird. Das bedeutet aber nicht, dass Sie als Kunde darauf immer einen Anspruch haben.

Konto überziehen … Bitte nicht übertreiben!

Das Brandgefährliche an einem Dispo ist, dass Sie praktisch dem Good Will Ihrer Hausbank aussetzen. Die Bank kann Ihnen den Dispositionskredit gewähren. Andererseits kann sie ihn aber jederzeit und ohne Angaben von Gründen auch wieder kündigen! Und das geht manchmal schneller, als Sie denken.

Wenn Sie Ihr Konto überziehen, kassiert die Bank sehr hohe Überziehungszinsen. Je nachdem, bei welcher Bank Sie sind, betragen die Zinsen zwischen 10 und 15 Prozent. Trotzdem sollte es nicht im Interesse der Bank liegen, die Kunden ewig im Minus zu halten. Zumindest, wenn Ihr Bankberater seinen Job, und vor allem Sie, ernst nimmt.

Zudem müssen Sie zwischen einem “gewährten” und einem “geduldeten” Dispositionrahmen unterscheiden. Bewegen Sie sich im vereinbarten Rahmen, können Sie Ihr Konto quasi problemlos überziehen. Versinkt Ihr Konto noch weiter “in den Miesen”, zahlen Sie noch mehr Zinsen. Spätestens dann erhalten Sie sicherlich eine Benachrichtigung von Ihrer Bank.

Tipp: Auf der sicheren Seite sind Sie nur, wenn Sie Ihr Konto im Plus halten. Anstatt das Girokonto zu überziehen, könnten Sie einen Ratenkredit aufnehmen und diesen zuverlässig zurückzahlen.

Raus aus dem Minus – Bankberater kontaktieren und ehrlich sein

Wenn sich Ihre Bank “Sorgen” um Ihre finanzielle Situation macht, geht es eigentlich um die Angst der Bank, Geld nicht zurückzubekommen. Reagieren Sie auf das Schreiben und kontaktieren Sie Ihren Berater! Machen Sie nicht den Fehler und schalten auf stumm. Damit verschlechtern Sie nur Ihr Ansehen und auch Ihre Verhandlungsposition.

Umzüge, teure aber notwendige Anschaffungen oder Verdienstausfälle – Gründe für ein Abrutschen in das Minus gibt es genug. Behalten Sie die Ursachen aber bitte nicht für sich, sondern erklären Sie Ihre finanzielle Situation. Im Idealfall ist der Bankberater Ihr Partner, der Ihnen in schlechten Zeiten wirklich hilft – im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Verzichten Sie auf Kommunikation, sitzt das Bankinstitut am längeren Hebel. Im Schlimmsten Fall sperrt es Ihr Girokonto.

Kontosperrung – Worst Case Szenario

Wenn Sie Ihren Dispo nicht ausgleichen oder auf kein Gesprächsangebot der Bank reagieren, folgt u.U. eine Kontosperrung. Das hat unangenehme Folgen für Sie:

  • Sämtliche Zahlungseingänge, einschließlich Ihres Gehalts, könnten gepfändet werden.
  • Sie könnten Ihre Miete, Versicherungen, Ratenkredite und andere wichtige Ausgaben nicht mehr leisten.
  • Es besteht die Gefahr, die Wohnung, das Auto und sonstige wichtige Dinge zu verlieren.
  • Ihre Bonität leidet und Ihr Schufa-Score entwickelt sich negativ. Das ist sehr ungünstig für Ihre finanzielle Zukunft.

Lassen Sie es nicht soweit kommen! Wenden Sie sich rechtzeitig an einen seriösen Schuldnerberater. Der kennt sich aus und bespricht mit Ihnen Wege aus der Schuldenfalle. Dazu gehört die außergerichtliche Schuldenbereinigung, also die Verhandlung mit Ihrer Bank (und sonstigen Gläubigern). Aber auch die Verbraucherinsolvenz, sofern Ihre finanzielle Situation wirklich dramatisch ist.

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Pfändungsschutzkonto. Wenn Sie Ihr Konto in ein P-Konto umwandeln, dürfen Gläubiger nur bis zu einem bestimmten Betrag bei Ihnen pfänden (siehe Pfändungstabelle).

 


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