Altersarmut - Was tun, wenn sich die Schulden häufen?

25.11.2018

Die drohende Altersarmut gehört zu den am häufigsten diskutierten Themen der heutigen Zeit. Wie sich den Statistiken (z.B. SchuldnerAtlas) entnehmen lässt, sind immer mehr Rentner von der Gefahr der Überschuldung betroffen.

Warum ist das Risiko so hoch und welche Faktoren entscheiden darüber, ob Sie im Rentenalter arm sind oder mit Ihrem Einkommen auskommen? Wir haben etwas genauer hingeschaut!

Schulden & Geldsorgen im Alter / Seniorin sammelt Leergut aus dem Mülleimer

Was sind die Gründe für Altersarmut?

Die demographische Entwicklung steht als Ursache für Altersarmut im Fokus. Doch ist sie nicht der einzige Grund, der trotz langem Berufsleben zu finanziellen Problemen führt.

Frauen sind laut Statistik häufiger von Altersarmut und einer Überschuldung am Lebensabend betroffen. Die Zeiten der Kindererziehung finden in der Rentenberechnung nur wenig Beachtung und werden als “Ausfalljahre” behandelt. Das weibliche Geschlecht verdient zudem auch in Zeiten der Berufstätigkeit meist viel weniger als die männlichen Kollegen. Auch hierin begründet sich das erhöhte Risiko, den Lebensabend in Armut und mit einem Berg von Schulden zu verbringen.

Laut aktueller Prognosen ist es gewiss, dass man bei Bruttoverdiensten um die 2.500 Euro im Alter mit einer Rente in Höhe der Grundsicherung auskommen und demnach mit finanziellen Problemen rechnen muss. Politische Entscheidungen machen bislang leider wenig Hoffnung auf eine baldige Trendwende.

Wie macht sich Altersarmut bemerkbar?

Sie gehen einkaufen. Vor dem Supermarkt haben Sie einen älteren Herren gesehen, der sich beschämt umsieht und in dem Moment, in dem er sich unbeobachtet fühlt, nach den Pfandflaschen im Abfalleimer greift.

An der Supermarktkasse steht eine ältere Frau vor Ihnen, die ganz bewusst auf preisgesenkte Produkte achtet und das abgezählte Geld für den Einkauf bereits bereithält.

Das sind zwei der unzähligen Beispiele, die ein sicheres Indiz für die Verarmung der Rentner darstellen und nur einen Bruchteil der Realität abbilden.

Viele Rentner ziehen sich wegen ihrer Geldsorgen aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Als “Ausrede” berufen sie sich dann z.B. auf ihr gesundheitliches Befinden, da das Umfeld nichts über die persönlichen Missstände mitbekommen soll. Zu den Geldproblemen gesellt sich dann häufig die Einsamkeit – und ein Teufelskreis beginnt.

Im Video: Kurzes Porträt einer älteren Dame, die mit wenig Geld auskommen muss (ARD Mittagsmagazin, 29.5.2018)

Gibt es Kompromisse, die vor Altersarmut bewahren?

Vor einigen Jahren, als Riester- und Rürup-Renten boomten, hat man Ihnen einen Weg zur Prävention gegen Altersarmut versprochen. Doch in Zeiten von Niedrig- und Negativzinsen kann die private Altersvorsorge im klassischen Sinn nicht vor finanziellen Problemen am Lebensabend bewahren. Wenn Sie im Berufsleben wenig verdienen, bleibt zusätzlich kein Geld übrig, um selbst vorzusorgen und Ihren Rentenanspruch durch private Absicherungen zu steigern.

Dennoch können Sie einen eigenen Beitrag leisten, in dem Sie frühzeitig verschiedene Verträge sorgfältig prüfen. Eine Lebensversicherung oder sonstige Absicherungen zur Kapitalbildung könnten Sie ggf. kündigen. In vielen Fällen profitieren Sie kaum und legen Geld an, das bis zum Ende der Laufzeit keine wesentliche Kapitalsteigerung verspricht.

Politische und gesellschaftliche Lösungsansätze zur Altersarmut

Die Politik beschäftigt sich zwar mit dem Thema, hat aber anscheinend die Tragweite des Problems unterschätzt. Denn im Endeffekt laufen alle Empfehlungen von politischer Seite darauf hinaus, dass Sie privat vorsorgen und sich zum Beispiel zum Schutz vor hohen Mietbelastungen im Alter für Wohneigentum entscheiden sollten.

Das funktioniert aber nicht, wenn Sie aufgrund eines geringen Einkommens schon im Berufsleben gerade so über die Runden kommen. Auch geplante Erhöhungen in der Pflege- und Rentenversicherung haben wahrscheinlich nicht das Potenzial, die Situation zu retten.

Mit Auslaufen der Baby-Boomer-Generation im Jahr 2030 wird sich die Rücklage der Rentenkassen so minimieren, dass es ohne konstruktive und in der Praxis umsetzbare Lösungsvorschläge zwangsweise zu Problemen kommt.

Wie sich Betroffene im Alter von ihrem Schuldenberg befreien können

Fakt ist, dass fast jeder Deutsche im Laufe seines Lebens Schulden macht. Während Immobilienkredite meistens vor dem Eintritt ins Rentenalter abgelöst werden, sieht es bei langfristigen Verträgen von Versicherungen oder bei Ratenzahlungen anders aus.

Hier können große Konflikte entstehen, sobald die Sicherheit des monatlichen Einkommens nicht mehr gegeben ist. Dennoch haben Sie als Rentner Möglichkeiten, größere Schuldenberge abzutragen und nicht täglich in Sorge um Ihre finanzielle Zukunft leben zu müssen.

Wenn Sie Ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Der außergerichtliche Vergleich mit Gläubigern

Als Privatperson ist es nicht unbedingt ein aussichtsreiches Unterfangen, Gläubiger von einem außergerichtlichen Vergleich zu überzeugen. Sind die Inkassobescheide erst einmal verfasst und ist der gerichtliche Mahnbescheid bei Ihnen eingetroffen, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Das muss nicht sein, denn über eine Schuldnerberatung haben Sie die Möglichkeit, einen Vergleich zu erzielen und auf diesem Weg für eine Tilgung der Verbindlichkeiten in für Sie zahlbaren monatlichen Raten zu vereinbaren.

Durch einen Vergleich können Sie nicht nur in kleineren Raten zahlen, sondern auch eine Anhäufung der Zinsen aufhalten. Das reduziert die Schuldsumme gegenüber nicht getätigter oder unregelmäßig vorgenommener Zahlungen und schließt aus, dass Sie vielleicht Ihr Eigenheim oder andere Besitztümer verlieren.

Die Privatinsolvenz als letzter Ausweg

Sind die Schulden unüberschaubar hoch, kann eine Privatinsolvenz auch im Rentenalter für Erleichterung sorgen. Diesbezüglich sollten Sie wissen, dass ein Haus oder andere verwertbare Besitztümer in die Insolvenzmasse einfließen und zur Befriedigung der Gläubiger verkauft werden müssen.

Im Gegenzug haben Sie die Sicherheit, einer Überschuldung zu entgehen und Ihren Lebensabend nicht in Sorge um Ihre Finanzen zu verbringen. Die Insolvenz kann ein Weg aus der Altersarmut und für Sie der erste Schritt sein, Ihr Leben wieder zu genießen und sich das wohlverdiente Rentnerdasein nicht mit Ängsten vor dem nächsten “gelben Brief” zu vergrämen.

Altersarmut kann jeden treffen, unabhängig vom Verdienst!

Je weniger Sie monatlich verdienen und je mehr Lücken Sie in der beruflichen Vita haben, desto größer ist das Risiko der Altersarmut. Aber auch Menschen mit mittlerem und hohem Einkommen sind vor der Verarmung durch Überschuldung nicht gefeit.

Oftmals sind unnötige Verträge und finanzielle Verbindlichkeiten der Weg in die Schulden, die bei geringerem monatlich verfügbaren Geldbetrag im Alter automatisch zur Überschuldung und der damit verbundenen Altersarmut führen.

 

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